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Max-Planck-Institut

Saarland wird Standort des neuen Max-Planck-Instituts für Softwaresysteme.
Ministerpräsident Peter Müller: Meilenstein für den Informatik-Standort Saarland – Aufstieg in die Weltspitze.


Die Max-Planck-Gesellschaft (MPG) hat sich nach sorgfältiger Begutachtung des wissenschaftlichen Umfelds und des vorhandenen Entwicklungspotentials für das Saarland als Standort für ein neues Institut für Softwaresysteme entschieden. Drei der insgesamt fünf Abteilungen des neuen Instituts werden in der Nähe des bestehenden Max-Planck-Standortes an der Universität Saarbrücken entstehen, zwei weitere Abteilungen an der Nachbaruniversität in Kaiserslautern.


„Dies unterstreicht das herausragende Leistungspotential der Saarbrücker Informatik und ist damit Anerkennung für die Wissenschaftspolitik, die Wissenschaftsinvestitionen sowie die wissenschaftlichen Leistungen“ erklärte Ministerpräsident Peter Müller am Mittwoch (28.7.04) im Rahmen einer Pressekonferenz. „Gleichzeitig ist dies ein weiterer Meilenstein, der den Informatik-Standort Saarland künftig national und international noch deutlicher heraushebt“. An der Pressekonferenz nahmen gemeinsam mit Ministerpräsident Peter Müller und Wissenschaftsminister Jürgen Schreier auch der geschäftsführende Direktor des in Saarbrücken bestehenden Max-Planck-Instituts für Informatik, Prof. Dr. Thomas Lengauer, sowie Prof. Philipp Slusallek, Gründungssprecher des Kompetenzzentrums Informatik Saarland, teil. Als Gäste waren zudem Universitätspräsidentin Prof. Dr. Margret Wintermantel und der Direktor des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Saarbrücken, Prof. Dr. Wolfgang Wahlster, anwesend.

„Mit ihrer Entscheidung würdigt die MPG die deutliche Schwerpunktsetzung des Saarlandes in der Informatik, die konsequente Wissenschaftsförderung, die Profilbildung der Universität des Saarlandes sowie die wissenschaftlichen Leistungen auch der außeruniversitären Forschungseinrichtungen“, betonte Wissenschaftsminister Jürgen Schreier. So wurden und werden seitens des Landes an der Universität sowie an der Hochschule für Technik und Wirtschaft zusätzlich zu den Hochschulhaushalten Mittel in Höhe von 1,5 Mio. Euro für die Einrichtung zusätzlicher Professuren in der Informatik und angewandten Informatik bereit gestellt. Darüber hinaus wird das letzte Woche eröffnete Kompetenzzentrum Informatik Saarland mit 400.000 Euro zusätzlich gefördert.

Ministerpräsident Peter Müller sieht in der Entscheidung eine Bestätigung für die zukunftsweisende Wissenschaftspolitik des Landes, für die Minister Jürgen Schreier verantwortlich zeichnet, und den konsequenten Kurs, im Strukturwandel auf zukunftsorientierte Branchen und Innovationen zu setzen. Kein anderes Bundesland kann eine derartige geschlossene Innovationsstrategie, die insgesamt 84 Projekte in zentralen Clustern definiert, vorweisen. Nicht ohne Grund wurde in der Staatskanzlei eine Stabsstelle Innovation unter ehrenamtlicher Leitung von Prof. Scheer ins Leben gerufen. Nicht ohne Grund hat die Europäische Kommission das Saarland im Bereich der Nano-Biotechnologie als innovativste Region Europas ausgezeichnet. Nicht ohne Grund wurden an saarländischen Gymnasien Informatik-Schwerpunkte eingerichtet und die IT-Studiengänge an den Hochschulen ausgebaut. Die Zahl der Studierenden in den relevanten Fächern stieg in den letzten fünf Jahren um 28 Prozent. In der IT-Wirtschaft entstanden seit 1999 im Schnitt mehr Arbeitsplätze als bundesweit. Gleiches gilt für die IT-Unternehmensgründungen. Das Saarland wurde im letzten Jahr als wirtschaftsdynamischste Region in Deutschland ausgezeichnet. Die Forschungslandschaft besitzt Spitzeneinrichtungen. Eine kreative Gründerszene hat sich entwickelt. Die Hochschulen werden zum Innovationsmotor. Peter Müller: „Das Saarland hat sich zu einem attraktiven Wirtschafts- und Forschungsstandort entwickelt. Die Bereitschaft, neue Wege zu gehen, sowie eine hohe Einsatzbereitschaft zeichnen Wirtschaft, Forschung und Gesellschaft aus. Gleichzeitig sind sie Grundlage für den erfolgreichen Strukturwandel zum Technologie- und Dienstleistungsstandort Saarland. Diese Entscheidung zeigt: Wir sind auf dem richtigen Weg.“

Das neue Max-Planck-Institut für Softwaresysteme wird die wissenschaftlichen Grundlagen für die Erstellung und Weiterentwicklung komplexer Softwaresysteme und softwareintensiver Anwendungssysteme erforschen. Dies spielt eine zunehmend wichtige Rolle z.B. bei Betriebssystemen, eingebetteten vernetzten Systemen wie z.B. in der Automobil- und Flugzeugindustrie, Telekommunikationsnetzen, weltweiten digitalen Netzen sowie unternehmensübergreifenden Geschäftsprozessen. Weitere Schwerpunkte werden innovative Programmiersprachen und Fragen der Datensicherheit sein. Das Institut wird neben der Ausrichtung auf die wissenschaftlichen Grundlagen von Softwaresystemen den engen Kontakt zu den Erfordernissen des Software-Engineerings in der Praxis halten. Es soll in Form zweier wissenschaftlich gleichwertiger Teilinstitute an den Standorten Saarbrücken und Kaiserslautern gegründet werden. Im Endausbau sind fünf Abteilungen, davon drei in Saarbrücken und zwei in Kaiserslautern, vorgesehen m!
it einem Gesamthaushalt (inkl. Nachwuchsförderung und Drittmitteln) von jährlich mehr als 10 Mio. Euro und insgesamt 280 Beschäftigten. Die Verwaltungszentrale soll ebenfalls am Standort Saarbrücken ihren Sitz haben.

Die Max-Planck-Gesellschaft unterhält derzeit 78 Institute und Forschungseinrichtungen in Deutschland und 3 Institute und mehrere Außenstellen im Ausland. Sie verfügt über einen Haushalt von rd. 1,3 Mrd. Euro, der zum weit überwiegenden Teil von der Gemeinschaft der Länder und dem Bund jeweils hälftig finanziert wird. Ihre Forschungseinrichtungen gelten als nationale bzw. internationale „Centers of Excellence“.

„Das neue Institut für Softwaresysteme wird in Saarbrücken hervorragende Synergie-potentiale vorfinden,“ unterstreicht Wissenschaftsminister Jürgen Schreier. Der Informatik-Schwerpunkt der Universität ist mehrfach erstplaziert in Rankings, das bestehende, fünf Abteilungen umfassende Max-Planck-Institut für Informatik ist eine der weltweit führenden Einrichtungen der Grundlagenforschung. Das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz als führende Einrichtung für anwendungsnahe innovative Softwaretechnik ist Beispiel für die gute Kooperation mit Kaiserslautern, wo es sein zweites Standbein hat. Von besonderer Bedeutung ist auch das gemeinsam mit Rheinland-Pfalz getragene Internationale Begegnungs- und Forschungszentrum für Informatik, Schloß Dagstuhl, das nach einer hervorragenden Begutachtung durch den Wissenschaftsrat 2005 in die Blaue Liste aufgenommen wird. Das Zentrum für Bio-Informatik der Universität des Saarlandes – eine von bundesweit fünf von der Deutschen Forschungsgesellschaft (DFG) geförderten Einrichtungen – rundet das bestehende Gesamtpotential am Standort ab ebenso wie das Institut für Wirtschaftsinformatik, das Max-Planck-Center for Visual Computing and Communication Standford-Saarbrücken, ein in der Informatik verankerter interdisziplinärer SFB, ein Transregio-SFB zur Verifikation und Analyse komplexer Systeme und eine Vielzahl umfangreicher Drittmittelprojekte u.a. des BMBF, in die auch die Industrie eingebunden ist.

Saarbrücken ist bereits heute in Deutschland der einzige Informatik-Standort mit fünf Leibniz-Preisträgern, drei Beckurts-Preisträgern und drei Zuse-Medaillen. Hier arbeitet zudem mit Prof. Dr. Wolfgang Wahlster der einzige Träger des im Bereich der Informatik vergebenen Zukunftspreises des Bundespräsidenten. Die dadurch gegebene hohe Anziehungskraft des Standortes wird durch die Entscheidung für das zweite Max-Planck-Institut für weitere herausragende Wissenschaftler, Nachwuchswissenschaftler, Studenten und Studieninteressenten weiter steigen. Das neue Institut wird auch vom Neubau einer gemeinsamen Informatik-Bibliothek für Universität, DFKI und MPII am Campus Saarbrücken – der dann größten wissenschaftlichen Informatik-Bibliothek in Deutschland – profitieren.

Jürgen Schreier: „Saarbrücken und die weitere Region einschließlich Kaiserslautern, mit dem sowohl universitär als auch über die beiden DFKI-Standorte eine fruchtbare Zusammenarbeit besteht, sind damit das herausragende Leistungszentrum der Informatik in Deutschland und besetzen auch international ein führendes Forschungscluster.“

Der Neubau des Instituts, dessen Kosten auf rund 12 Mio. Euro geschätzt werden, wird in unmittelbarer Nähe zu den bestehenden Einrichtungen der Informatik der Universität und der bereits erwähnten außeruniversitären Forschungseinrichtungen im nordöstlichen Bereich des Campus Saarbrücken entstehen, der in der Rahmenplanung des Landes zur Weiterentwicklung des Campus bereits als zu bebauende Fläche vorgesehen ist.

Nach der Vorentscheidung über die wissenschaftliche Ausrichtung und der Standortentscheidung sollen die Gründungsdirektoren berufen werden. Die Entscheidung wird bei der nächsten Sitzung des Senats der Max-Planck-Gesellschaft im November erwartet. Im Herbst wird auch die Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung (BLK) über die Frage der Finanzierung des Institut durch den Bund und die Gemeinschaft der Länder entscheiden.

Quelle: Ministerium für Bildung, Kultur und Wissenschaft Saarland -29.07.2004


Juniorprofessur

Juniorprofessur ist und bleibt geeigneter Qualifikationsweg für den wissenschaftlichen Nachwuchs

"Das Karlsruher Urteil stellt die Juniorprofessur als solche nicht in Frage",

Im Gesetz über die Hochschulen des Landes Mecklenburg-Vorpommern vom 5. Juli 2002 (LHG M-V) ist die Juniorprofessur als Qualifikationsweg für eine Professur vorgesehen; daneben ist jedoch auch die bislang als Qualifikation für eine Professur dominierende Habilitation geregelt.

"Nach wie vor halte ich die Juniorprofessur für ein geeignetes und zukunftsweisendes Qualifikationsinstrument für den wissenschaftlichen Nachwuchs, da junge WissenschaftlerInnen in diesem Rahmen bereits zur selbstständigen Lehre und Forschung berechtigt sind

Durch die Juniorprofessur können wissenschaftliche Karrieren wesentlich verkürzt und zielstrebiger ausgerichtet werden. Gleichzeitig besteht durch diese Regelung auch die Möglichkeit, in der Praxis gewonnene Berufserfahrungen besser als bisher in der Lehre zu nutzen.

", so der Minister weiter.
erklärt Bildungsminister Prof. Dr. Dr. med. Hans-Robert Metelmann.
Quelle: Ministerium für Bildung, Kultur und Wissenschaft Mecklenburg-Vorpommern - 28.07.2004

Accadis School als Fachhochschule genehmigt

Accadis School of International Business als Fachhochschule genehmigt

Akkreditierter Studiengang „International Business Administration“ mit Abschluss „Bachelor of Arts“ (BA) an privater Hochschule in Bad Homburg möglich
Wiesbaden – Das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst hat jetzt der Accadis School of International Business Bad Homburg die staatliche Genehmigung als Fachhochschule zuerkannt. Die Präsidentschaft dieser neuen privaten Hochschule wird Prof. Dr. Werner Meißner übernehmen. Prof. Dr. Meißner war von 1994 bis zum Jahr 2000 Präsident der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt.

Der Genehmigung des Wissenschaftsministeriums, eine nichtstaatliche Fachhochschule zu errichten, ging die Akkreditierung des Studiengangs „International Business Administration“ mit dem Abschluss „Bachelor of Arts“ (BA) voraus. Die Akkreditierung erfolgte durch die FIBAA – Foundation for International Business Administration Accreditation im März 2004.

Die nichtstaatliche Fachhochschule Accadis School of International Business in Bad Homburg wird den Studienbetrieb für den Studiengang „International Business Administration“ zum Wintersemester 2004/2005 aufnehmen.

Quelle:26.07.2004 Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst


Schülerrückgang

<font face="Arial" style="font-size: 9pt"><div id="main"><div id="content"><div class="beitrag"><div id="main0"><div id="content0"><div class="beitrag"><p align="justify"><b>Schülerrückgang zum Schuljahr 2004/2005 hält an</b><br>Zahl der Schulanfänger steigt geringfügig weiter<br><br>Die 1.049 (Vorjahr 1.077) Schulen im Land Brandenburg, darunter 108 (ein Anstieg um 8 Schulen) in freier Trägerschaft, besuchen immer weniger Schülerinnen und Schüler. Insgesamt wird sich die Gesamtschülerzahl für das Schuljahr 2004/2005 um 21.700, darunter etwa 19.000 in der Sekundarstufe I (Jahrgangsstufen 7 bis 10 an allen Schulformen), gegenüber dem Vorjahr verringern.<br><br>Positiv entwickelt hat sich die Zahl der Einschulungen mit 18.610 Schülerinnen und Schülern. Sie liegt um 300 über der Zahl des Vorjahres. Im Schuljahr 2003/2004 besuchten noch 100.018 Schülerinnen und Schüler die Primarstufe (einschließlich Förderschüler). Im Schuljahr 2004/2005 sind es voraussichtlich wiederum ca. 100.000. Somit ist die Talsohle in der Primarstufe durchschritten. In den Folgejahren werden weitere leichte Zuwächse erwartet.<br><br>In der Sekundarstufe I (Jahrgangsstufen 7 bis 10) setzt sich der massive Rück-gang der Schülerzahlen (Geburtenknick nach der Wende) fort. 113.600 Schülerinnen und Schüler werden im Schuljahr 2004/2005 voraussichtlich die Schulbänke drücken. Im Schuljahr 2003/2004 waren es noch 132.685.<br><br>Die gymnasiale Oberstufe verzeichnet perspektivisch bis zum Schuljahr 2006/2007 ein vergleichsweise konstantes Schüleraufkommen von etwa 41.000. Danach setzt auch hier ein spürbarer Abwärtstrend ein.<br><br>An den beruflichen Schulen des Landes werden im Schuljahr 2004/2005 ca. 74.000 Schülerinnen und Schüler erwartet. Bis zum Schuljahr 2005/2006 wird sich die Schülerzahl um 70.000 in etwa konstant halten, ehe dann auch hier der Rückgang einsetzen wird.<br><br>Die Gesamtzahl brandenburgischer Schülerinnen und Schüler beläuft sich nach dem gegenwärtigen Stand im Schuljahr 2004/2005 auf rund 332.000. Der Vergleichswert des Vorjahres lag bei 353.680. <br><br>Die exakten Schülerzahlen für das Schuljahr 2004/2005 werden mit der Schul-Datenerhebung im Oktober 2004 an den allgemein bildenden und beruflichen Schulen ermittelt. <br>Die Zahl der Vollzeit-Lehrerstellen liegt im Schuljahr 2004/2005 bei ca. 22.200. Das sind etwa 1.300 weniger als im Schuljahr 2003/2004. Da der Schülerrückgang stärker ausfällt als der Abbau der Lehrerstellen, sinkt die Schüler-Lehrer-Relation voraussichtlich von 15,44 auf 15,37. <br><br>Die genauen Zahlen über die Personalentwicklung im Lehrerbereich liegen Mitte Oktober 2004 vor.<br><br><br><br><br><br>&nbsp;Quelle: Ministerium für Bildung, Jugend und Sport&nbsp; des Landes Brandenburg - 24.7.2004 </div></div></div></div></div></div></font>

3. Sand World

Das olympische Feuer brennt in Travemünde Rohwer eröffnet 3. Sand World

Das olympische Feuer brennt heute in Travemünde - auf der 3. Sand World zum Thema "Mythos Olympia". Mit der hervorragenden Idee der Sand World, aber auch mit der Ice World im Winter habe Lübeck es schon 2003 geschafft, mit knapp 935.000 Übernachtungen das bisher beste Ergebnis in der touristischen Geschichte der Stadt zu erzielen, sagte Tourismusminister Dr. Bernd Rohwer heute (8. Juli) bei der Eröffnung der Sand World. "Mit der Sand World bietet Schleswig-Holstein ein weiteres deutschlandweit einzigartiges Erlebnis für Einwohner und Gäste", sagte der Minister.


Neben einer Nachbildung der Ruinen von Olympia zeigt die Sand World auf 10.000 Quadratmetern die Geschichte und Höhepunkte der olympischen Spiele. Rohwer: "Im ersten Jahr der Sand World zählte man noch 220.000 Besucher, im Jahr darauf konnte die Zahl schon mehr als verdoppelt werden. Diese innovativen Angebote sind die Basis für wirtschaftlichen Erfolg, insbesondere im hart umkämpften Tourismusmarkt. Die Sand World ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie neue Ideen zu einem erfolgreichen Produkt werden können."


Rohwer lobte darüber hinaus die erstmals angebotenen Audio-Führungen für sehbehinderte Menschen und die Idee einer Mini-Sand World mit betreutem Kinderprogramm: "Ich hoffe, dass diese vorbildlichen Angebote Schule machen."  Quelle: Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Schleswig-Holstein - 8.7.2004


Schulpsychologischer Dienst

Schulpsychologischer Dienst in Schleswig-Holstein

In Schleswig-Holstein gibt es ein enges Netz von schulpsychologischen Beratungsstellen. Schulpsychologen in landesweit 17 Beratungsstellen sind Ansprechpartner für alle Fragen und Probleme, die Schülerinnen und Schüler, aber auch Eltern von schulpflichtigen Kindern und Lehrkräfte betreffen. Ihre Aufgabe ist es, zu beraten, zu unterstützen und zu vermitteln.

Die Schulpsychologinnen und Schulpsychologen sind auf drei Ebenen tätig:

auf der schulischen Ebene für Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler
auf der familiären Ebene für Eltern und Erziehungsberechtigte,
auf der schulaufsichtlichen Ebene für das Bildungsministerium und die Schulämter.
Die Arbeit des Schulpsychologischen Dienstes überschneidet sich dabei von der Arbeit anderer beratender Berufsgruppen und Beratungsstellen. Das Besondere der schulpsychologischen Arbeit besteht darin, dass auf der Basis fundierten schulpsychologischen Wissens fachlich unabhängig aber mit direktem Bezug zur Schule beraten werden kann. Die Beratung findet auf "freiwilliger" Basis statt und ist vertraulich. Die Eigenverantwortlichkeit der Beteiligten zu achten und zu fördern ist ein Beratungsprinzip. Die Beratungsinhalte unterliegen der Schweigepflicht. Schulpsychologische Beratung ist gebührenfrei. Einzelne Schulpsychologinnen und Schulpsychologen haben sich spezialisiert und sind häufig in Kooperation mit dem Institut für Praxis und Theorie der Schule (IPTS) in überregionalen Projekten tätig. Dies bezieht sich auf folgende Gebiete:

Vorbeugung und Prävention zu Fragen der Gesundheitsförderung oder der Gewaltprävention. Dies kann die Beteiligung an Elternabenden oder Lehrerkonferenzen oder die Teilnahme an einer Arbeitsgruppe zur Schulhofgestaltung sein.
Erklärungs- und Bewältigungsstrategien bei Schülerinnen und Schülern mit besonders auffälligem schulischem Verhalten. Dies können zum Bespiel Kinder mit Teilleistungsstörungen, aber auch Kinder mit besonderen Begabungen sein.
Unterstützung und Hilfe bei der Ausgestaltung der Arbeitswelt von Lehrerinnen und Lehrern.
Einen weiteren inhaltlichen Schwerpunkt bildet der Bereich Organisationsentwicklung und Systemberatung, ein Bereich, der für die Weiterentwicklung von Schule im Sinne größerer Eigenverantwortung immer wichtiger wird. Hierunter fallen auch Themen wie die Entwicklung von Schulprogrammen, oft in Verbindung mit der Gestaltung von Elternabenden und Schilf-Tagen. Supervision von Lehrergruppen - die Reflexion des eigenen Berufsalltags - ist ein bekanntes und seit vielen Jahren bewährtes Angebot des Schulpsychologischen Dienstes.

Einige Schulpsychologinnen und Schulpsychologen arbeiten darüber hinaus direkt mit Klassen, um die Klassengemeinschaft zu stärken oder gruppendynamische Prozesse zu fördern.Vernetzungen und Zusammenarbeit bestehen zum Beispiel mit Einrichtungen der Jugendhilfe, mit öffentlichen, kirchlichen und privaten Beratungsstellen, mit psychotherapeutischen Institutionen und den Verwaltungen der Kommunen und Kreise. Eine schulpsychologische Beratungsstelle ist immer vor Ort. Eltern, Schülerinnen und Schüler wie auch die Lehrkräfte haben in Schleswig-Holstein die Möglichkeit, in ihrem Kreis, in ihrer Stadt, eine nahegelegene Beratungsstelle aufzusuchen. Auf Wunsch der Schule kommt die Schulpsychologin oder der Schulpsychologe auch in die Schule.

  Quelle: Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Schleswig-Holstein -1.7.2004


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