Qualität von Schule und Unterricht
Qualität von Schule und Unterricht an Inhalten messen
"Ja, die Situation der Schulen ist nicht einfach und schnelle Veränderungen und Erleichterungen sind nicht sichtbar. Umso mehr müssen wir deshalb den Lehrerinnen und Lehrern in unserem Land für ihren Einsatz und den guten Unterricht, den sie zweifelsfrei für unsere Kinder leisten, danken. Wer jedoch der Meinung ist, dass Bildung als Schröpftopf für den Landeshaushalt missbraucht wird und keine Konsequenzen aus PISA gezogen wurden, der sollte dringend im Fach Bildungspolitik nachsitzen", erklärt Kultusminister Metelmann.
Der Anteil des Bildungsetats am Gesamthaushalt des Landes wurde trotz leerer Kassen von 18,1 auf 18,8 Prozent erhöht. Damit hat die Landesregierung einen klaren Schwerpunkt gesetzt. Im Bundesvergleich hat Mecklenburg-Vorpommern mit die kleinsten Klassen und liegt damit meist unter dem Bundesdurchschnitt. In einem Interview kritisierte der neue Präsident des Landesrechnungshofes Mecklenburg-Vorpommern sogar, dass sich unser Bundesland bei der gegenwärtigen Haushaltslage eine solche Schullandschaft nicht leisten könne.
Die PISA-Studie bestätigte Erkenntnisse, die bereits durch vorangegangene Studien und Vergleichsarbeiten auf Landesebene bekannt waren. Aus diesem Grund verfiel das Ministerium nach Bekanntgabe der Ergebnisse der PISA-Studie nicht in hektischen Aktionismus. Umfangreiche Maßnahmen zur Verbesserung der Qualität von Schule und Unterricht wurden bereits im Vorfeld, 1998 beginnend, vorgenommen. So wurde die Stundentafel in der Grundschule in den Fächern Mathematik und Deutsch schrittweise erhöht. In der Sekundarstufe wurden, beginnend mit der Klassenstufe 5 im Schuljahr 2000/01, neue Rahmenpläne eingeführt. Diese Rahmenpläne erfüllen die von PISA festgestellte Notwendigkeit nach anwendungsorientiertem Lernen und fächerübergreifendem Unterricht.
"In Diskussionen muss ich immer wieder feststellen, dass Bildungsqualität in erster Linie auf mehr Geld reduziert wird. Aber lässt sich die Qualität eines Rahmenplans an den Kosten für seine Erarbeitung messen oder die Qualität des Unterrichts automatisch und ausschließlich am Gehalt der Lehrkräfte fest machen? Wohl kaum. Ich vermisse die konstruktive Diskussion zu Inhalten und einen realistischen Blickwinkel auf die Bildungspolitik in unserem Land", so der Minister weiter.
Quelle: Ministerium für Bildung, Kultur und Wissenschaft Mecklenburg-Vorpommern - 22.06.2004Lehrkräfte Bewerber
Rekord: Mehr Lehrkräfte als je zuvor bewerben sich in Schleswig-Holstein
In diesem Jahr gibt es einen neuen Bewerberrekord: Mehr Lehrkräfte als je zuvor wollen nach Schleswig-Holstein. Dies hat das Bildungsministerium am 18. Juni mitgeteilt. In allen Schularten steigen die Bewerberzahlen zum Teil deutlich an. Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave äußerte sich erfreut: "Die Bewerbungen belegen, das Schleswig-Holstein ein attraktives Land für junge Lehrerinnen und Lehrer ist. An unseren Schulen lässt sich gut arbeiten und das Land hat eine hohe Lebensqualität." Die Landesregierung spare nicht am Lehrerpersonal, besetzt jede frei werdende Stelle wieder und habe in den vergangenen fünf Jahren 1.000 neue Lehrerstellen in den Schulen geschaffen. "Unsere Schulen arbeiten erfolgreich und innovativ. Bei uns lassen sich moderne pädagogische Konzepte verwirklichen", erklärte Erdsiek-Rave. Die Schulen hätten große eigene Spielräume, die vor Ort von den Lehrkräften ausgestaltet werden könnten. Außerdem gebe es eine sehr gute Zusammenarbeit zwischen Schulen und Eltern sowie eine positive Haltung der Öffentlichkeit zur Schule.
Schleswig-Holstein hat mit rund 50 Prozent regelmäßig einen hohen Anteil von Be-werberinnen und Bewerbern aus anderen Bundesländern. Das Stellenbesetzungs-verfahren läuft zurzeit. Endgültig abgeschlossen werden kann es erst zum Beginn des Schuljahres, da sich immer wieder notwendige, aber unvorhersehbare Nachbe-setzungen (etwa durch Mutterschutz) ergeben. "Ich bin optimistisch, dass wir die of-fenen Positionen mit geeigneten Bewerberinnen und Bewerbern besetzen können", sagte die Ministerin. In den Kernzonen des Landes ist eine Besetzung der Stellen in der Regel einfacher als in Randregionen oder einzelnen Flächenkreisen.
Die Bewerbungen zum Schuljahr 2002/03
Grund- und Hauptschule: 674
Realschule: 623
Sonderschule: 194
Gymnasium: 1080
Schuljahr 2003/2004
Grund- und Hauptschule: 846
Realschule: 646
Sonderschule: 276
Gymnasium: 973
Schuljahr 2004/2005
Grund- und Hauptschule: 908
Realschule: 729
Sonderschule: 352
Gymnasium: 1162
Zur Orientierung: Im letzten Jahr sind 1.281 neue Lehrerinnen und Lehrer in den Schuldienst eingestellt worden, auch für dieses Jahr ist mit einer ähnlich hohen Zahl zu rechnen. Quelle: Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Schleswig-Holstein -18.6.2004
Bundeswettbewerb Fremdsprachen
Bildungsminister Reiche übergab Preise im Bundeswettbewerb Fremdsprachen
Regionalwettbewerb Brandenburg Süd und Ost mit Siegern aus Beeskow, Cottbus, Wandlitz, Spremberg und Eisenhüttenstadt
Am Humboldt-Gymnasium Cottbus fand heute die Preisvergabe an die Sieger im Regionalausscheid Brandenburg Süd und Ost im Rahmen des Bundeswettbewerbs Fremdsprachen statt.
„Der Bundeswettbewerb Fremdsprachen will möglichst viele junge Menschen für ein verstärktes Lernen fremder Sprachen gewinnen, Begabungen fördern und fordern und die Leistungsbereitschaft und Freude am Fremdsprachenlernen wecken.“, sagte Bildungsminister Steffen Reiche zur Preisverleihung. „Denn jede neu erlernte Sprache bedeutet für den Einzelnen auch, die Tür zu einer anderen Kultur zu öffnen und hilft dabei, die eigene Kultur im Austausch besser zu verstehen. Somit leistet das Fremdsprachenlernen einen wichtigen Beitrag zur Verständigung der jungen Menschen untereinander und fördert gleichzeitig mehr Toleranz im Umgang mit Menschen aus anderen Kulturkreisen. Nicht zuletzt eröffnet das Beherrschen von ein oder besser zwei Fremdsprachen neue Perspektiven für unsere jungen Menschen in Beruf und Gesellschaft. Auch die Sprachenvielfalt beim diesjährigen Wettbewerb belegt das gewachsene Interesse unserer Jugendlichen am Sprachenlernen. So wurden die Wettbewerbsbeiträge in Englisch, Französisch, Russisch, Latein, Spanisch, Polnisch und Schwedisch dargeboten. Besonders erfreulich ist, dass erstmals auch ein Gruppenbeitrag in Polnisch eingereicht wurde.“
Am diesjährigen Bundeswettbewerb Fremdsprachen im Landesausscheid Brandenburg nahmen im Einzelwettbewerb 522 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 9 und 10 teil, darunter einige Frühstarter aus der Jahrgangsstufe 8. Am Gruppenwettbewerb beteiligten sich 51 Gruppen mit ca. 300 Schülerinnen und Schülern.
Bei dem diesjährigen Landeswettbewerb konnten durch die Jury im Einzelwettbewerb fünf 1. Landespreise vergeben werden und im Gruppenwettbewerb waren es drei 1. Landespreise.
Die drei besten Gruppen (1. Landespreise im Gruppenwettbewerb) erhielten die Sonderpreise des Ministerpräsidenten und des Ministers für Bildung, Jugend und Sport.
Sonderpreis des Ministerpräsidenten: Klasse 10c des Humboldt Gymnasiums Cottbus – Englisch
Sonderpreise des Ministers für Bildung, Jugend und Sport:
Brandenburg-Süd Klasse 10 des Strittmatter-Gymnasiums Spremberg - Englisch
Brandenburg-Ost Klasse 10b des Humboldt -Gymnasiums Cottbus – Französisch
Damit haben sich die Schülerinnen und Schüler der Klasse 10b des Humboldt Gymnasiums Cottbus und der Klasse 10 des Strittmatter -Gymnasiums Spremberg als beste Gruppen Brandenburgs für das Finale auf dem Bundessprachenfest vom 17.06. bis 19.06.2004 in Trier qualifiziert.
Gewinner der 1. Landespreise im Einzelwettbewerb sind:
- Julia Krause (Gymnasium Wandlitz)
- Kristina Mammadova (Humboldt -Gymnasium Cottbus)
- Laura-Marie Töpfer (Fürstenberger Gymnasium Eisenhüttenstadt)
- Jasmin Biegemeier (Rouanet- Gymnasium Beeskow
- Christopher Penschke (Rouanet- Gymnasium Beeskow).
Quelle: Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg - 10.6.2004
Summer School
Wissenschaftsstaatssekretär Hellmut Körner eröffnet International Summer School an der Uni Flensburg
Wissenschaftsstaatssekretär Hellmut Körner hat heute (7. Juni) an der Universität Flensburg die International Summer School 2004 - Substainable Energy Systems and Management (SESAM) eröffnet. Anlass der Summer School ist das 20-jährige Bestehen von Studiengängen für internationale Zusammenarbeit an der Flensburger Hochschule vor dem Hintergrund der Bonner Konferenz zu Erneuerbaren Energien, die in der vergangenen Woche stattfand. Zu der Veranstaltung werden rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet. Etwa 80 von ihnen kommen aus rund 25 Ländern. Sie werden zum Thema Erneuerbare Energien in ihren Heimatländern zu arbeiten. Der Staatssekretär: "Schleswig-Holstein spielt bei der Entwicklung und Nutzung Erneuerbarer Energien eine Vorreiterrolle. Diese Erfahrungen wollen wir weitergeben zur Lösung der wachsenden Probleme in vielen Entwicklungsländern."
Die Universität Flensburg habe mit seinem 1999 gestarteten SESAM-Studiengang ein Zukunftsfeld erfolgreich besetzt. Das Besondere sei die internationale Ausrichtung des Bereichs natürliche Ressourcen mit dem Schwerpunkt auf den Entwicklungsländern. Damit sei gewährleistet, dass die wissenschaftlichen Erkenntnisse insbesondere auch in den Regionen zur Anwendung kämen, die unter den Auswirkungen von Umweltzerstörung und knappen natürlichen Ressourcen am stärksten litten. Durch die International Summer School gebe es nun die Gelegenheit, Erfahrungen mit den Ehemaligen, den Alumnis, auszutauschen und internationale Kontakte zu pflegen.
Quelle: Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Schleswig-Holstein -7.06.2004
2005 keine Zulassungsbeschränkung für BWL
Ab 2005 keine Zulassungsbeschränkung für BWL-Studienplätze mehr
Wissenschaftsminister Corts begrüßt Entscheidung des ZVS-Verwaltungsausschusses
Wiesbaden - Hessens Wissenschaftsminister Udo Corts hat die heutige Entscheidung des Verwaltungsausschusses der Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen (ZVS) ausdrücklich begrüßt. Der Beschluss sieht vor, das Fach Betriebswirtschaftslehre zum Sommersemester 2005 aus dem zentralen Vergabeverfahren herauszunehmen.
„Die Entscheidung trägt der realen Auslastung in den meisten deutschen BWL-Fachbereichen Rechnung“, sagte der Minister. „Für die Hochschulen bedeutet dies wieder ein Stück mehr Autonomie, denn jetzt können sie sich ihre Studenten unter den BWL-Bewerbern selber aussuchen“. Dies habe auch für die international renommierten hessischen BWL-Studiengänge Konsequenzen: „Wo es ein herausragendes Lehr- und Forschungsangebot gibt, da werden sich auch immer die besten Bewerber zuerst hinwenden“, so Corts.
Hessen werde sich auch künftig mit Nachdruck dafür einsetzen, dass die Hochschulen in den verbleibenden zulassungsbeschränkten Studiengängen mehr oder gar vollständige Selbständigkeit bei der Auswahl ihrer Studierenden erhalten. Die ZVS könne dann zu einer Serviceeinrichtung für die Hochschulen werden, die die Hochschulen bei der Einführung und Koordinierung der Auswahlverfahren unterstütze. Quelle:27.05.2004 Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst
Kulturnetz Schleswig-Holstein
Kulturnetz Schleswig-Holstein wird ab 1. Juni vom Landeskulturverband betrieben
Betrieb und Nutzung des Kulturnetzes Schleswig-Holstein liegen künftig in den Händen der Kunst und Kultur im Lande. Ab 1. Juni betreibt der Landeskulturverband die Internetplattform www.kulturnetz-sh.de. Dies teilten heute (28. Mai) Kulturstaatssekretär, Hellmut Körner, und der Vorsitzende des Landeskulturverbandes (LKV), Rolf Teucher, in Kiel mit. Der LKV, der sich als landesweite Plattform und als Forum für einen pluralistischen und zukunftsorientierten kulturellen und kulturpolitischen Diskurs versteht, ist das Sprachrohr für Kunst und Kultur in Schleswig-Holstein. Der LKV vertritt über seine Mitgliedsverbände rund 100.000 Mitglieder und spricht für weit über zwei Millionen Kulturnutzer pro Jahr.
Hellmut Körner: "Das Kulturnetz Schleswig-Holstein bietet den Kulturanbietern in Schleswig-Holstein und den Nutzern auch künftig eine ansprechende und gut funktionierende Plattform für die Kommunikation der Kultur des Landes Schleswig-Holstein. Der Landeskulturverband übernimmt eine gut eingeführte Marke, die durch Kooperation und Partnerschaften noch ausgebaut werden kann."
Das Kulturnetz bietet dem Kulturanbieter besondere Leistungen, wie etwa das gestaffelte System der einmaligen Eingabe von Daten und deren Reproduktion auf anderen (übergeordneten) Websites oder Portalen. Nutzerinnen und Nutzer finden nicht nur aktuelle Informationen zum Kulturgeschehen im Lande, sondern auch ein Datenbank-Archiv, das mit jeder Meldung anwächst und sich somit zu einem online verfügbaren "kulturellen Gedächtnis" des Landes Schleswig-Holstein entwickelt.
Das Kulturnetz Schleswig-Holstein ist eine Entwicklung des Kulturministeriums, die im Juni 2001 freigeschaltet wurde, und seither als gemeinsames Projekt von Kulturministerium, Muthesius-Hochschule und Landesbildungsserver betrieben wurde.
Die Finanzierung des Kulturnetzes Schleswig-Holstein ist durch Förderzusagen der Sparkassenstiftung, der Kulturstiftung des Landes Schleswig-Holstein und des Kulturministerium bis 2006 gesichert. Eine gemeinsam verabredete Bewertung des Projektes soll über die Fortdauer der Förderung entscheiden.
Rolf Teucher: "Als kompetenter und konstruktiv-kritischer Gesprächspartner von Landesregierung, Städten, Gemeinden und Landkreisen, von Parteien, Verwaltungen, Vereinen und Verbänden meldet sich der LKV immer dann zu Wort, wenn es um die Bewahrung und die Entwicklung von Kunst und Kultur im Lande geht. Von daher ist es konsequent, das Medium Internet in die satzungsgemäßen Ziele des LKV mit ein zu beziehen. Wir haben mit dem Kulturnetz eine große Verantwortung übernommen. Ich bitte unsere Mitglieder und darüber hinaus alle an Kunst und Kultur interessierten Menschen im Lande, uns dabei zu unterstützen, diese Aufgabe erfolgreich wahrnehmen zu können. Für die Zwischenfinanzierung sind wir unseren Förderern dankbar." Quelle: Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Schleswig-Holstein -26.05.2004

